{"id":22168,"date":"2025-12-09T14:00:20","date_gmt":"2025-12-09T13:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.golfclub.ch\/?p=22168"},"modified":"2025-12-09T14:00:21","modified_gmt":"2025-12-09T13:00:21","slug":"teil-ii-tinas-leben-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/teil-ii-tinas-leben-in-den-usa\/","title":{"rendered":"Teil II: Tinas Leben in den USA"},"content":{"rendered":"\n<p>Im letzten <a href=\"https:\/\/www.golfclub.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Tina-von-Arx-Amerika.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Newsletter<\/a> habe ich euch vor allem von meinem Leben erz\u00e4hlt und wie mein erstes Jahr am College in den USA verlaufen ist. In diesem Teil m\u00f6chte ich vom Herbstsemester berichten: von meiner Saison, die im November zu Ende ging, von neuen Erfahrungen hier in den USA und davon, wie das College-Golf-System funktioniert \u2013 und welche Rolle ich darin spiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor ich im August zur\u00fcckflog, habe ich den Sommer in der Schweiz genutzt, um intensiv an mir zu arbeiten. Gemeinsam mit meinem Mentaltrainer habe ich \u00fcber Ziele gesprochen. F\u00fcr mich ist es wichtig, klare Etappen zu haben, weil sie Orientierung geben und Fortschritte sichtbar machen. Dazu geh\u00f6rt auch eine ehrliche Analyse: Was lief gut, was weniger gut, und woran m\u00f6chte ich weiterarbeiten? Diese Reflexion hilft mir, meine St\u00e4rken auszubauen, Schw\u00e4chen gezielt anzugehen und mein Training sinnvoll zu strukturieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck in den USA startete ich mit einem klaren Plan in die Saison. Ich hatte zwei Hauptziele: Erstens wollte ich mich im Team an die Spitze spielen und die Nummer eins werden. Zweitens wollte ich mein Golfspiel so verbessern, dass ich nicht nur mithalte, sondern mich zunehmend an die Spitze spiele und erstmals richtig erlebe, wie es ist, um Turniersiege in den USA mitzuspielen. Technisch wusste ich, dass ich bereit bin \u2013 mental wollte ich in entscheidenden Momenten noch cooler und fokussierter werden. Denn am Ende wollen alle gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Team besteht aus acht Athletinnen. F\u00fcr das interne Ranking spielten wir neun intensive Strokeplay-Qualifikationsrunden. Die addierten Scores bestimmen das finale Line-up im Team, nur die f\u00fcnf st\u00e4rksten Spielerinnen schaffen es ins Turnierteam. Oder wie die Amis sagen: \u201cthe top 5 are on the bus.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Konkurrenzkampf ist hart, aber genau das macht uns besser. W\u00e4hrend der Quali pushen wir uns gegenseitig zu unserem besten Golf. Auf dem Platz sind wir Konkurrentinnen, daneben ein echtes Team und gute Freunde. Diese Balance hinzubekommen, ist nicht immer leicht, aber unglaublich wertvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wusste: Wer am Ende die Nummer eins sein will, muss konstant spielen. Eine einzige schwache Runde kann dich sofort zur\u00fcckwerfen. Par-Runden oder darunter sind ein grosser Vorteil. Ein Rundenschnitt von etwa 75 Schl\u00e4gen reicht meistens, um unter den Top Five zu bleiben \u2013 aber nicht, um ganz vorne im Team zu stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach soliden gespielten Qualifikationsrunden durfte ich mein erstes Turnier direkt als Nummer eins im Team starten \u2013 mein erstes Ziel war damit schneller erreicht, als ich gedacht hatte. Im Turnier z\u00e4hlt dann der Team-Score der Universit\u00e4t: Von f\u00fcnf Spielerinnen werden t\u00e4glich vier Scores gewertet, ein Resultat wird gestrichen. Es gibt also wenig Spielraum, und niemand m\u00f6chte das Streichresultat sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir waren viel unterwegs \u2013 unter anderem in Missouri, Arkansas, Georgia und Tennessee. Insgesamt spielten wir sechs Turniere, meistens \u00fcber drei Runden. Zu Beginn hatten wir als Team M\u00fche, \u00fcber alle drei Tage konstant zu bleiben. Oft lagen wir nach zwei Runden gut im Klassement, verloren aber am dritten Tag entscheidende Schl\u00e4ge. Erst in den letzten beiden Turnieren gelang es uns, stabiler zu spielen und sogar Podestpl\u00e4tze zu holen. Auch ich hatte Turniere, in denen ich mir eine starke Ausgangslage am letzten Tag ruinierte. Im finalen Turnier der Saison konnte ich jedoch erstmals \u00fcber alle drei Runden voll durchziehen, belegte den dritten Platz und spielte bis zum Schluss um den Sieg mit. Diese Erfahrung hat mir enorm viel Zuversicht gegeben. Ich habe realisiert, dass ich nicht nur mithalten, sondern auch gewinnen kann \u2013 wenn ich die gute Arbeit weiterverfolge.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt freue ich mich darauf, nach Weihnachten wieder voll einzusteigen. Die Fr\u00fchlingssaison startet Mitte Januar in Texas und Florida, und ich kann es kaum erwarten, neue Bundesstaaten zu entdecken und mit meinem Team weiter anzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur auf, sondern auch neben dem Golfplatz hat sich viel ver\u00e4ndert. Ich bin in eine WG mit drei anderen Athletinnen gezogen \u2013 und es ist unglaublich cool. Wir sind ein super Team, verstehen uns auch dann, wenn das Chaos mal ausbricht, weil wir viel unterwegs sind, und helfen einander, wo wir k\u00f6nnen. In die erste eigene Wohnung zu ziehen, war ein grosser Schritt f\u00fcr mich, aber eine Freiheit, die ich nicht mehr hergeben m\u00f6chte. Mehr Verantwortung ist anstrengend, aber am Ende ein Privileg \u2013 besonders, seit mir zu Beginn des Semesters eine neue Rolle anvertraut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kam f\u00fcr mich \u00fcberraschend: Als mich mein Headcoach nach den Sommerferien am Flughafen abholte, fragte er mich auf der Autofahrt, ob ich Team-Captain werden m\u00f6chte. Ich wusste nicht genau, ob ich bereit bin, sagte aber spontan zu. Es brauchte etwas Zeit, bis ich meine Rolle wirklich verstanden hatte. In dieser Phase habe ich unglaublich viel gelernt \u2013 und lerne bis heute weiter. Als Captain geht es weniger ums Golfspiel selbst, sondern um die Menschen im Team: ihren Alltag, ihre Stimmung, kleine Hindernisse fr\u00fch zu erkennen und Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Manchmal bittet mich mein Coach auch um meine Einsch\u00e4tzung, und das bedeutet mir viel.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt geniesse ich meine Winterpause in der Schweiz: Freunde treffen, Weihnachten feiern, neue Energie tanken \u2013 und mich gleichzeitig optimal auf die n\u00e4chste Saison vorbereiten. Nicht ganz einfach in der kalten Schweiz, aber ich weiss, ich finde einen Weg. Die K\u00e4lte hat auch Vorteile: Ich habe mir vorgenommen, meine Skier wieder abzustauben und den blauen Himmel und frischen Pulverschnee zu geniessen. Mit meinem Mentaltrainer werde ich neue Ziele setzen und \u201ezwischen den Ohren\u201c gut arbeiten. Diese Arbeit bringt immer wieder alles in eine gute Perspektive. Man realisiert, dass vieles leichter geht, wenn man es nicht zu ernst nimmt und einfach versucht, aus jedem Tag das Beste zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche euch allen eine wundersch\u00f6ne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!<\/p>\n\n\n\n<p>Bis bald,<br>eure Tina<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/racerswgolf?igsh=ZWJ0d2I3M3ZmbmQ=\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Instagram Uni<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/tina_von_arx?igsh=MTZlODRtNGhhNmY4bg==\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Instagram Tina<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"306\" height=\"400\" src=\"https:\/\/www.golfclub.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Tina-306x400.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22169\" style=\"width:341px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.golfclub.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Tina-306x400.png 306w, https:\/\/www.golfclub.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Tina-282x368.png 282w, https:\/\/www.golfclub.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Tina.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Newsletter habe ich euch vor allem von meinem Leben erz\u00e4hlt und wie mein erstes Jahr am College in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22171,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-22168","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22168"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22173,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22168\/revisions\/22173"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.golfclub.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}